Gedanken für Buchcover Gestaltung

Dieser Moment, wenn du die Mail mit den ersten Entwürfen für dein Buchcover öffnest und … sie dir gar nicht gefallen! Die Enttäuschung kann groß sein, wenn dein:e Grafikdesigner:in nicht umsetzt, was du dir vorstellst. Das möchte ich verhindern und deshalb habe ich vier Gedanken für dich aufgeschrieben, die du dir vor dem Briefing für dein Buchcover machen (und notieren!) solltest.

Denn natürlich möchten auch die Gestalter:innen gute Arbeit abliefern, dich zufrieden sehen und zu guter letzt etwas Schönes gestalten. Dein Buchprojekt wird automatisch auch zu ihrem (Herzens)Projekt, denn für das Buchcover stehen sie am Ende mit ihrem Namen – und möchten es gerne selbst als Referenz ins Portfolio aufnehmen.

Vorweg gilt also: Im Zweifel für den Angeklagten (oder die Angeklagte). Erst wenn du dir sicher bist, dass du alles, was dir wichtig für dein Buchcover war, vorab erwähnt und verdeutlicht hast, darfst du dich über abweichende Entwürfe aufregen. 😉

Erwartungen & Ergebnisse

Wenn Erwartungen und Ergebnis nicht im Einklang sind, liegt es leider häufig daran, dass vorab nicht ausreichend miteinander gesprochen wurde – das Briefing für dein Buchcover also nicht gründlich genug war. Da wurden vielleicht organisatorische Aspekte (wie z.B. Zeitpläne und Häufigkeiten der Korrekturschleifen) besprochen, aber nicht das Eigentliche: Deine Vorstellung vom Buchcover.

Deshalb bereite dich gut auf das Briefing mit deiner/deinem Covergestalter:in vor, damit du dir sicher sein kannst, dass du alles, was dir wichtig ist, auch gesagt hast!

Professionielle Designer:innen werden mit dir ein Vorab-Gespräch führen, in dem ihr über deine Wünsche sprecht.

Normalerweise läuft das Ganze so ab: Du nimmst Kontakt auf , ihr steckt die Eckdaten ab – Passen, Zeitraum, Honorar und Vorstellungen zusammen – und dann verabredet ihr euch zu einem Onlinetreffen (außer ihr wohnt so nah beieinander, dass ihr euch “in echt” treffen könnt).

Das Treffen dauert 30 Minuten bis eine Stunde und das Ziel ist es, dass der/die Grafikdesigner:in alle Informationen hat, um mit den ersten Entwürfen zu starten.

Sicherlich haben sie auch eigene Erfahrungen, die sie dazubringen, individuelle Fragen zu stellen. Verlass dich aber nicht darauf, dass die Fragen deines Gegenübers alle Punkte abdecken.

Nur du kennst dein Buch in- und auswendig und nur du kannst formulieren, was für dich die Essenz ist, die das Cover transportieren soll.

4 To-dos, die du erledigen solltest, bevor du ins Buchcover-Briefing gehst

  • Sammle vorab Inspiration und Beispiele
    Nutze dazu zum Beispiel
    • Bilderquellen wie unsplash, um Stimmungen einzufangen und dir ein Moodboard zu machen.
    • Andere Buchcover als Inspiration. Du kannst in Onlinebuchhandlungen stöbern und Screenshots von Beispielen machen, die dir gefallen.
    • Pinterest kann dir auch helfen, zum Beispiel wenn du Farbbeispiele oder andere Inspiration suchst.
    • Wichtig: Benenne genau, was dir an deinen Beispielen gefällt und was nicht. Sind es bei den rausgesuchten Covern zum Beispiel die Farbe, die Schrift oder der grundsätzliche Stil?
  • Pitche deine Geschichte.
    • Was soll das Cover transportieren? Den Handlungsstrang mit der Romanze oder lieber den Part mit der großen Auswanderung? Was ist der Kern, den Leser:innen sofort erkennen sollen?
  • Klischee oder Freiraum?
    • Wie sehr soll dein Cover optisch in ein Genre passen? Welche Kriterien müssern erfüllt sein – z.B. der blutige Thriller mit Blutstropfen auf dem Cover – und wie viel Freiraum, um Klischees aufzubrechen hat der/die Designer:in?
  • Schriftart, Farben, Stil – hast du No-Gos?
    • Du musst nicht hundertprozentig wissen, was du willst. Es soll ja auch für dich noch einen Überraschungseffekt haben, wenn du das Buchcover siehst und es soll idealerweise deine Vorstellungen übertreffen. Es hilft auch immer, wenn du einfach sagen kannst, was du nicht willst.
Gedanken vorab zur Buchcovergestaltung
Ein Moodboard, das ich zum Motto “Liebe & Abenteuer” erstellt habe. Es kommt ohne Rot aus – die Klischeefarbe der Liebe.

Wichtig: Grafikdesigner:innen freuen sich immer über Freiräume und die Chance, eigene Ideen (und Gestaltungswissen) einbringen zu können. Wenn ich in meiner Auflistung etwas über Schriftarten schreibe, heißt das nicht, dass du zwingend eine Schriftart nennen musst (!), sondern, dass du es dringend erwähnen musst, wenn für dich nur eine Schriftart in Frage kommt. Und damit meine ich sowas wie Kalligrapie (Handschrift-Stil), Serifen(los) usw.

Jetzt kannst du entspannt ins Briefing für dein Buchcover

Wenn du dir vorab diese Gedanken gemacht und dir das Wichtigste auch notiert hast, bist du gut auf das Briefing vorbereitet. Mach dir vor allem nicht zu viele Sorgen! Dein:e ausgewählte Designer:in macht ihren Job gerne, hat Erfahrung und freut sich sicher selbst total auf euer Projekt. Ich bin mir sicher, dass ihr einen schönen ersten Austausch haben werdet!

Titelbild (c): med-badr-chemmaoui/unsplash

(c) good-faces/unsplash

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