Buchmarketing vor dem Schreiben - wie du den Kopf nicht verlierst

Bist du zufällig auch so ein Marketing-Muffel wie ich? Das Thema Marketing war für mich immer schon ein rotes Tuch. Für mich selbst oder meine Angebote Werbung machen? Das fühlte sich immer irgendwie steif und, ja, auch fake und arrogant an. (Letzten Endes durfte ich auf meinem Weg zur Selfpublisherin übrigens lernen, dass das nur die gut verkleidete Angst davor ist, nicht gut genug zu sein. Doch dazu an anderer Stelle mehr.)

Als ich mich nun Anfang 2020 an mein Romandebüt „Mehrweh“ gesetzt und stundenlang im Internet Informationen darüber zusammengesucht habe, wie ich Selfpublisherin werde, bin ich zwangsläufig immer wieder auf das Thema Buchmarketing gestoßen. Sofort kamen in mir die üblichen Widerstände auf:

  • „Ich möchte ja niemandem etwas andrehen.“
  • „Ich habe doch noch gar kein Buch, warum soll ich die Leute also nerven?“
  • „Das wäre ja total heuchlerisch, mich selbst Autorin zu nennen, obwohl mein Buch noch gar nicht existiert.“

Doch soll ich dir was verraten? Genau das solltest du tun. Nenn dich Autor:in und fang an, dich und dein Buchprojekt zu zeigen.

Denn seien wir mal ehrlich: Wenn du ein Buch im Selfpublishing rausbringst, aber niemandem davon erzählst, wirst du kein einziges Buch verkaufen. Es würde einfach im Meer tausender Neuveröffentlichungen untergehen. Ergo würde es keiner lesen. Und wozu dann der ganze Aufwand, das stundenlange Schreiben, das Blut und Wasser Schwitzen?

Also: Ja, Buchmarketing ist wichtig – und zwar noch bevor dein Buch überhaupt existiert.

3 Tipps, wie du Buchmarketing machst, ohne den Kopf zu verlieren

Befreie dich vom Buchmarketing Wahnsinn

I. Marketing Kanäle wählen

Such dir die Plattformen aus, auf denen du dich und dein Buch vermarkten möchtest. Ich habe es als sehr befreiend empfunden, mich im Social Media auf nur einen Kanal (nämlich Instagram) zu fokussieren. Denn es macht keinen Sinn, auf möglichst vielen Kanälen nur so halb präsent zu sein. In den sozialen Medien geht es – wie der Name schon sagt – um das Soziale, um den Austausch. Wenn du aus Zeitmangel hin und wieder Content in die Welt hinauspustest, der allerdings keinerlei Interaktion bewirkt, wirst du niemanden wirklich ansprechen. Informiere dich genau über den von dir gewählten Kanal und entwickle Content, der deine Zielgruppe interessiert.

II. Zielgruppe suchen

Da sind wir schon beim zweiten Tipp: Überlege dir, wer dein Buch später lesen möchte. Du musst nicht möglichst viele Menschen ansprechen, sondern nur die ‘richtigen’. Was interessiert deine Leser? Welche Probleme haben sie, die du mit deinem Buch löst oder ansprichst? Lerne deine Zielgruppe theoretisch – und über deinen gewählten Marketingkanal auch praktisch – kennen und lasse sie am Entstehungsprozess deines Buches teilhaben. So baust du dir bereits beim Schreiben eine Leserschaft auf, die sich auf die Veröffentlichung deines Buches freut.

III. Autorenmarke bilden

Beim Thema Content solltest du dir von Anfang an überlegen, womit du als Autor:in assoziiert werden möchtest. Denn es gibt tausende Selfpublisher:innen und noch mehr Autor:innen. Hier geht es darum, dass du deine eigene Marke als Autor:in entwickelst – und das ist mindestens genauso wichtig, wie beim Schreiben deine eigene Stimme zu finden. Das heißt, dass du dir überlegst, wofür du öffentlich stehen und wie du auftreten möchtest. So hast du langfristig Wiedererkennungswert für deine Leser:innen.

Doch ich kann dich beruhigen: Es geht beim Buchmarketing keinesfalls darum, dass du etwas vorspielst und Dinge behauptest, die nicht wahr sind. Im Gegenteil: Dein Marketing ist von Anfang an dafür da, dass du dich als Autor:in authentisch präsentierst. Du fängst an, genau von dort aus zu berichten, wo du gerade stehst. Vielleicht beginnst du gerade erst, dein Buch zu schreiben und hast dabei mit Ängsten und Zweifeln zu kämpfen? Du schreibst über ein bestimmtes Thema oder in einem Genre? Je authentischer, je echter du dein Buchmarketing gestaltest, desto besser. Das heißt jedoch nicht, dass du alles Private von dir in die Welt hinausschreien musst. Bleibe zwar persönlich, doch nicht unbedingt privat und überlege genau, was du von dir teilen möchtest.

Wie stehst du zum Thema Buchmarketing? Bist du Marketing-Muffel oder Marketing-Kanone?

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