Exposé für Roman schreiben

Früher oder später setzt sich jede:r Autor:in damit auseinander: das Exposé. Dabei muss es nicht unbedingt mit einer Verlags- oder Agenturbewerbung zusammenhängen. Exposés eignen sich auch besonders gut, um der Geschichte einen roten Faden zu verleihen.

Aber gerade am Anfang erscheinen Pitch und Handlungsabriss wie der Endboss, der einen den Spaß am Spiel vermiest.

Vor fünf Jahren habe ich das erste Mal ein Exposé geschrieben. Und ich habe nicht nur das Exposé selbst, sondern danach auch meine ganze Geschichte gehasst.

Wie ich heute zum Thema Exposé stehe, könnt ihr hier nachlesen.

Das erste Mal

Vor fünf Jahren habe ich mich das erste Mal an einem Exposé versucht und diese Erfahrung war ungefähr so angenehm wie sich mit dem nackten Hintern auf einen Kaktus zu setzen. Gerade hatte ich meinen ersten Urban-Fantasyroman beendet. Ich war stolz und überzeugt: Der Roman ist das Beste, das ich bis dahin geschrieben hatte. Voller Euphorie habe ich mich an das Exposé gemacht.

Titel? Easy. Mein Name? Kein Problem. Genre? Ein Klacks. HA! Das ist so leicht.

Laura bei ihrem ersten Exposé

Die Eckdaten hatte ich schon mal.

Dann kam der Pitch und ich war ungefähr so aufgeschmissen wie eine Kuh, die Schlittschuh laufen sollte. Nachdem ich mir mehrere Stunden fast die Finger gebrochen hatte, um einen halbwegs lesbaren Abriss meiner Handlung aufs Papier zu bringen, fand ich alles scheiße. Ziemlich schnell war mir klar, dass ich irgendwie nicht den Kern meiner Geschichte erfassst hatte. Der Inhalt schien meinem Roman nicht gerecht zu werden. All die Nebenhandlungen, die meinem Roman ebenfalls seinen Charme verliehen, hatten keinen Platz in meiner Handlungsbeschreibung. Zum krönenden Abschluss las sich das ganze auch noch so spannend wie ein trockenes Kaugummi.

Das hatte ich mir alles anders vorgestellt. Der Frust war groß und das die Erfahrung ein Exposé zu schreiben entpuppte sich schnell als Low-Budget-Horrorfilm.

Tatsache ist, dass besonders beim ersten Mal ein Exposé viel Arbeit, Geduld und jede Menge Überarbeitungen benötigt.

Was mir beim Exposé schreiben geholfen hat

Wie beim Roman verhält es sich auch mit dem Exposé. Du kannst nur besser werden, wenn du es immer wieder übst und dich auch dem ein oder anderen Kritiker stellst.

Laura

Was mir besonders gut geholfen hat, war das Feedback von anderen Autorinnen, die schon erfahrener waren als ich. Ich habe schon oft meine Exposés lektorieren lassen, bevor ich sie an eine Agentur oder einen Verlag geschickt habe.

Vor allem für die ersten Male ist das sehr hilfreich. Weil man als Autor:in selbst sehr nah am Text ist, empfindet man einige Dinge nicht als erklärungsbedürftig, während für das Lektorat zum Beispiel die Motive, der Charaktere oder der Weltenbau nicht ganz nachvollziehbar sind. Durch entsprechende Fragestellung, hast du die Chance, dein Exposé zu verbessern.

Im Lektorat wird aber nicht nur darauf geachtet, dass die Charaktere, Handlung und der rote Faden ausreichend ausgearbeitet sind, sondern auch, dass das Exposé interessant geschrieben ist, damit es sich gut bei einem Verlag oder einer Agentur verkauft.

Stetes Üben und das Feedback durch Testleser:innen und verschiedene Lektorate haben mir über die letzten Jahre immens dabei geholfen, mich zu verbessern.

Das Exposé muss nicht schmerzhaft wie eine Wurzelbehandlung sein – zumindest nicht immer. Irgendwann wird das Exposé dein bester Freund sein. Vielleicht ein Freund, nach dessen Besuch du froh bist, wenn er wieder weg ist, aber immerhin ein Freund.

Falls du Hilfe bei deinem Exposé benötigst, dann ist vielleicht die Exposé-Begleitung etwas für dich. Wir helfen dir, deine Verlags- oder Agenturbewerbung auf Hochglanz zu polieren. Schreib uns einfach eine Nachricht!

Photo by Elisa Ventur on Unsplash

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