fokussiert schreiben

Was braucht es, um ein Buch zu schreiben? Harte Arbeit und auch viel Zeit, oder?! Aber die hat nicht jeder. Neben dem Brotjob, Kindern und Haushalt dem Traum einer Veröffentlichung zu folgen, ist hart – aber nicht unmöglich.

Was hilft, sind Routinen, die deinen Tagesablauf optimieren und dir somit mehr Zeit verschaffen. Hierbei ist aber auch wichtig, in der begrenzten Zeit, die du hast, so produktiv wie möglich zu sein. Aber wie arbeitest du effizient? Die Lösung ist einfach und erfordert gleichzeitig viel Willensstärke.

Warum Routinen wichtig sind

Publilius Syrus sagte: „Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.“

Dieses Zitat bietet natürlich eine Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten. Woran ich dabei denke sind die schlechten Gewohnheiten, die meistens aus Bequemlichkeit etabliert werden. Dabei ist es menschlich, sich der Bequemlichkeit hinzugeben.

Aber richtige Routinen tragen wesentlich zum Erfolg bei. Die Gewohnheiten, die du etablierst, geben dir Sicherheit, Struktur und Organisation für den Alltag. Nicht nur das. Durch eine gut etablierte Gewohnheit, sparst du auch Zeit, die oftmals mit Smartphones, dem Fernseher oder anderen Ablenkungen verschwendet werden.

Ein weiterer, wesentlicher Vorteil, der sich durch Routinen ergibt, ist, dass sich deine Fähigkeiten durch Gewohnheiten festigen. Dies beläuft sich auf die Hebb’sche Regel.1 Der 1985 verstorbene kanadische Psychologe Donald Hebb lehrte, dass es die Verbindung zwischen Nervenzellen stärkt, wenn diese Bahn wiederholt genutzt wird. Bleibt diese sich wiederholende Aktivierung aus, verkümmert die Leitung. Und du als Autor*in kennst es doch bestimmt: Nach Tagen, Wochen oder gar Monaten Pause fängst du wieder mit dem Schreiben an und alles scheint müßig und zähfließend wie Honig. Aber wenn du dem Schreiben eine Regelmäßigkeit gibst – sei es eine halbe Stunde am Tag – wird es dir leichter fallen, mehr und besser zu schreiben.

Wenn du die richtigen Gewohnheiten in deinen Alltag integrierst, kann sich durch die festen Arbeitszeiten und für das Gehirn vertrauten Strukturen deine Leistungsfähigkeit bei der Arbeit steigern. Somit optimierst du deine Schreibzeit, indem du in kurzer Zeit eine hohe Produktivität aufweist. Ausschlaggebend sind die Routinen, die du für dich festlegst.

Die richtige Routine – wie sieht die aus?

Wie die perfekte Routine aussieht, musst für dich selbst entscheiden. Jeder Mensch hat andere Ziele, andere Bedürfnisse, andere Zeitfenster. Was eine gesunde und richtige Routine allerdings nicht beinhaltet, ist der übermäßige Konsum von elektronischen Medien wie Smartphones und Fernsehen. Das fängt bereits Morgens an.

Über Jahre habe ich bereits den Tag damit begonnen, dass ich nach dem Weckerklingeln mein Handy in die Hand genommen und die Zeit in den sozialen Medien verschwendet habe. Was ich erst realisierte, als ich diese Gewohnheit ablegte, war, dass mir dieses morgendliche Ritual nicht nur Unmengen an Zeit gekostet hatte – denn gefühlte fünf Minuten sind dann schnell eine halbe Stunde – nein. Dieser Internetkonsum beraubte mich auch meiner Energie und Konzentration. Denk‘ mal drüber nach: Du bist noch nicht einmal richtig wach und setzt deinem Gehirn schon tausenden Eindrücken wie Fotos, Texte bis hin zu wichtigen E-Mails aus. Das gleiche gilt auch vor dem Schlafengehen: Eine halbe Stunde bevor du ins Bett gehst, solltest du nicht mehr zum Handy greifen, da dein Gehirn kurz vor einer Ruhephase mit zu vielen Reizen überschwemmt wird. Abgesehen davon, dass das Smartphone schon aufgrund der Strahlung aus dem Schlafzimmer verbannt werden sollte. Ratsam wäre, einen eigenen Wecker, statt den auf dem Handy zu benutzen.

Seit einigen Wochen habe ich mich nun damit befasst und eine ganz einfache Sache geändert: Nachdem der Wecker klingelt, greife ich nicht zu meinem Smartphone, sondern zu einem Buch und nehme mir 15 bis 30 Minuten Zeit zum lesen, wofür ich im Laufe des Tages weniger Zeit habe. Danach mache ich etwas Sport oder trinke in Ruhe eine Tasse Kaffee. Bereits nach wenigen Tagen stellte ich fest, dass ich nicht nur produktiver, sondern auch wacher und energiegeladener war.

Welche Routinen du für deinen Alltag auswählt, bleibt natürlich dir überlassen. Was für mich funktioniert, ist nicht allgemeingültig. Probiere es aus, wähle eine Gewohnheit, die für deinen Alltag passt, ob es eine entspannte Yoga-Session vor dem Frühstück oder das Planen des Tages ist. Wichtig ist, dass dir diese frühmorgendlichen Routinen gut tun.

Routine entwickeln.  Aber wie?

Wenn du nüchtern und ehrlich auf deinen Alltag blickst, wirst du feststellen, dass dieser sicherlich einige schlechte Angewohnheiten birgt. Netter formuliert: Analysieren wir unseren Tagesablauf, werden wir einige Prozesse aufdecken, die einer Optimierung bedürfen.

Leider ist es leichter, sich schlechten Ritualen hinzugeben, anstatt neue, bessere Routinen zu etablieren. Das braucht eines: Disziplin. Ohne geht es nicht, ohne ziehst du es nicht durch. Aber es lohnt sich. Denn um eine Routine richtig zu etablieren, können schon wenige Wochen ausreichen. Bleib dran, motiviere dich, dann schaffst du es.

Fokus

Du hast bereits erfahren, dass Routinen dazu beitragen können, dass du produktiver und auch fokussierter arbeiten kannst.

Aber auch die Art wie du arbeitest, entscheidet darüber, wie effizient du bist. Konzentrationskiller Nummer Eins ist wohl – wer hätte es gedacht – das Smartphone.

US-Forscher3 haben herausgefunden, dass Smartphones unsere Konzentrations- und Merkfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Die Studie hat ergeben, dass sich bereits die bloße Anwesenheit des Smartphones schlecht auf die Konzentration auswirkt.

Die einfachste Variante ist also, das Handy zu verbannen, am besten aus dem Zimmer. Du kannst dir feste Zeiten einrichten, in denen du für einige Minuten surfst, bevor du wieder an die Arbeit gehst.

Wenn du nicht ohne Smartphone kannst, aber auch irgendwie deine Finger nicht unter Kontrolle hast, könnten dir vielleicht spezielle Apps helfen, die es ebenfalls auch für den Computer gibt.

Zu den harmloseren gehören Forest[1]. Bei dieser App stellst du einen gewünschten Zeitraum ein, indem du arbeiten willst. Startet der Timer, darfst du die App nicht beenden, da sonst dein virtueller Baum nicht gepflanzt wird. Wie du dir denken kannst, erfordert diese App ebenfalls Selbstdisziplin.

Solltest du ein krasser Hardcore-Instagram-Suchti sein, gibt es die App „Antisocial“[2]. Diese sperrt (keine Sorge, nicht dauerhaft) für einen gewählten Zeitraum alle deine Social-Media-Apps. Kein Instagram, kein Facebook, kein Snapchat!

Solltest du einen wahren Blackout auf dem Laptop brauchen, gibt es noch „Freedom“[3]. Damit kannst du nicht nur bestimmte Seiten sperren, sondern auch gleich das ganze Internet.

Wie du siehst, können Apps sehr hilfreich sein, aber es ist nicht immer das böse Internet oder die sozialen Medien, die unsere Konzentration stören. Es gibt Tage, da wirbeln die Gedanken einfach durcheinander.

Hier können die altbewährten Möglichkeiten helfen, wie zum Beispiel Spaziergänge, viel Wasser trinken, an anderen Orten schreiben, Musik hören, etc.

Die Liste geht endlos. Eine Methode möchte ich dennoch gerne vorstellen, da diese dafür bekannt ist, besonders effektiv zu sein.

Die Pomodoro-Technik für mehr Konzentration

Für mehr Fokus kann auch die sehr beliebte Pomodoro-Technik sorgen. Dabei arbeitest du in Zeitspannen von 25 Minuten, gefolgt von einer 5-minütigen Pause. Das wiederholst du vier Mal, um danach eine große Pause von 20 Minuten einzulegen. Hierfür gibt es ebenfalls eine App mit dem Namen Focus Booster[4], die auch deine Fortschritte dokumentiert.

Fazit

Wie du siehst, gibt es viele Methoden, um fokussierter arbeiten zu können. Es gibt verschiedene Routinen, die du etablieren kannst, um produktiver zu sein. Beides bedarf Disziplin und Motivation. Hierbei geht es nicht darum, sich kaputt zu arbeiten oder den Tag bis ins kleinste Detail durchzutakten. Jeder braucht eine Pause, besonders nach langen, anstrengenden Arbeitstagen. Finde die für dich passende Routine, ein Zeitfenster, in dem du für deine Träume arbeiten kannst. Und wenn du dann in dieser kurzen Zeitspanne fokussiert arbeitest, schaffst du mehr, als du denkst.

Welche Gewohnheit willst du einführen? Welche willst du lieber ablegen und was machst du, um dich konzentrieren zu können?


1https://www.stern.de/gesundheit/wohltuende-routine-warum-wir-gewohnheiten-brauchen-3105566.html

3https://www.ingenieur.de/technik/produkte/selbst-ungenutzt-in-tasche-raubt-handy-konzentration/

[1]https://www.forestapp.cc/#:~:text=Forest%20is%20an%20app%20that,cause%20your%20tree%20to%20die.

[2]https://play.google.com/store/apps/details?hl=en&id=com.goozix.antisocial_personal

[3]https://freedom.to/

[4]https://www.focusboosterapp.com/

Photo by Olena Sergienko on Unsplash

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